Frustration in Florida

Wer Erwartungen hat kann enttäuscht werden und wer Pläne macht muss damit rechnen, dass sie nicht funktionieren. Das musste ich in den letzten Tagen hier nochmals lernen.

Für Sonntag hatte ich mit neuen Freunden einen Ausflug zum Strand geplant, der leider ins Wasser fiel. Da ich tatsächlich in den zwei Wochen in denen ich jetzt hier bin, Ganiesville nur verlassen habe um im nahen Wald zu laufen, hatte ich mich schodsc_0888n sehr auf diese Abwechslung gefreut. Wir wollten um 9 Uhr starten und ich wartete mit gepackten Taschen, aber es sollte eine Stunde vergehen, bis ich überhaupt von irgendjemand hörte und erst um zwei Uhr meldete sich die Fahrerin um abzusagen. Ich will nicht böse sein, aber genau das ist der Grund warum ich alleine reise. Ich mag es nicht abhängig zu sein. Dummerweise ist der öffentliche Verkehr hier nicht ausgebaut, sodass tatsächlich das Auto die einzige Möglichkeit wäre zum Strand zu kommen. Lange Geschichte kurz: ich komme bevor ich am Freitag wieder zurück nach Europa fliege nicht zum Meer. Es ist frustrierend ihm so nahe zu sein und nicht hin zu können. Aber so ist nun mal das Leben und ich habe beschlossen nicht darüber zu jammern. Ich komme mir sonnst vor wie eine verwöhnte Prinzessin. Zu viele Menschen würden mich um diese lächerlichen „Probleme beneiden.

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Ich versuche es stattdessen positiv zu sehen. Ich bin gestern sozusagen als „Meer-Ersatz“ zu dem nächsten See geradelt. Dort saß ich einfach nur, habe die Stille genossen und auf das Wasser geschaut. Ich war ganz alleine und habe mich von dem Rauschen des Wassers zur Ruhe bringen lassen. Es war ein wunderschöner Tag, den ich wohl nicht gehabt hätte, wenn am Sonntag alles glatt gelaufen wäre. Wenn wir am Meer gewesen wären, hätte ich wohl Newnans Lake nicht entdeckt. So ist nicht zu bekommen was mal will, einfach manchmal ein wundervoller Glücksfall.

Morgen werde ich zurück nach New Orleans fahren und ab Freitag bin ich dann wieder auf europäischem Boden. Diese Reise geht langsam aber sicher zu Ende. Ich freue mich auf Weihnachten zu Hause. Aber auch darauf im Januar meine Reise nach Nepal und Indien zu starten.


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