An was glaubst du?

Antwort von Boris, Nomade, 26

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Ich freue mich sehr, den absolut ersten Gastbeitrag auf diesem Blog veröffentlichen zu dürfen. Boris von Anbokami war so nett mir die Frage: „An was glaubst du?“ zu beantworten. Wenn auch du mir einen Text zu diesem Thema schicken möchtest, hier der Aufruf.

Servus,anbokami
Ich wurde gebeten mich zunächst offiziell vorzustellen. Nun denn, das wird mir nur sehr grob gelingen: Ich bin ein Mensch, der vieles von sich in anderen wieder sieht. Seitdem ich zurück denken kann, habe ich gerne Zeit mit mir alleine verbracht. Ich verstand mich zwar seit jeher mit den meisten Menschen in meiner Umgebung gut, aber alleine zu sein schien mir irgendwie natürlich und einfacher. Ich habe nie wirklich gehadert, kenne kaum Zweifel an mir selbst und bin seit nun 15 Monaten als Nomade unterwegs.
Ich darf dabei viel lernen. Sehr viel. Und noch mehr erleben und erfahren, fühlen und mich erinnern. Meine Begegnungen sind oft wunderlicher Natur, intensiv, inspirierend und wohltuend.
Aus Dankbarkeit darüber soll der Stern über meinen Absichten die Liebe sein, der ich immer näher komme, und mich nach ihr sehne, wenn ich an meine Freunde denke. Ich bin überzeugt, dass all meine Gedanken, Erfahrungen und Gefühle jeden betreffen – früher oder später – und möchte sie daher über meinen Blog teilen: Anbokami (aktuelle Domain www.anbokami.org ändert sich demnächst)

Lea fragte mich, woran ich glaube.
Lange habe ich diese Frage ausschließlich im religiösen Sinne aufgefasst. Ich bin nicht religiös, jedenfalls nicht in dem Sinne, dass ich mich einer Religion zugehörig fühle oder sie befolge. Ich sehe jedoch heute den Sinn im Glauben und auch im Zweifel, denn ansonsten hieße es schließlich Wissen. Wie viele Menschen, glaube ich, was ich unmittelbar erfahren habe. Meine Wirklichkeit. Meine Wahrnehmung. Das ist, woran ich glaube, wovon ich denke überzeugt zu sein. Also unterstelle ich meine Realität stets einer ernsten Überprüfung.
Da ich allerdings ebenfalls überzeugt davon bin, dass das Wissen der Erfahrung voraus geht, gibt es durchaus einige Theorien, an die ich glaube. Das wären im Groben die sieben universellen Gesetzmäßigkeiten (Empfehlung: „Das Kybalion“), bei denen ich zunehmend feststellen darf, wie sie in jeder Situation greifen, zu erkennen sind und funktionieren. Sie bilden das Fundament meines Glaubens, meines eigenen Weges. Zu Beginn meiner Tätigkeit in der Psychiatrie gab mir mein Freund Michael „Das Kybalion“, es sollte mein Einstieg in das zunehmende Verständnis des Lebens und meiner Selbst darstellen, wenngleich ich anfangs noch nicht wusste das Gelesene zu dechiffrieren. Ich legte es über Monate wieder weg. Bis ich es wieder in die Hand nahm, dieses Mal bereit dafür schien, und verstand, was ich las weil es sich mit meiner Erfahrungswelt deckte.

Ich glaube daran, dass uns das im Leben widerfährt, was wir derzeit in uns tragen. Nach dem Prinzip, dass dein Sein das anzieht, was du brauchst, um zu lernen und zu wachsen. Das bedeutet, dass wir anziehen, was wir sind. Gesetz der Anziehung. Das bedeutet für mich, dass ein innerer Zustand, der von einem Mangel an Liebe in meinem Umfeld ausgeht, anziehen wird, dass ich eben jene Erfahrung mache.

Ich glaube weiterhin daran, dass Glück durch geistige Schulung erlangt werden kann.

Ich glaube daran, dass jeder Mensch mit seinem Tun entweder Liebe ausdrückt, oder einen Schrei nach Liebe.

Ich glaube daran, dass unser weiteres Leben in jedem Moment niedergeschrieben ist, wir dies aber in jedem Moment ändern können.

Ich glaube daran, dass ich im Leben nichts verlieren kann, weil mir nichts gehört, weil alles im Fluss ist, weil ich nur gewinnen oder dazu lernen kann.

Ich glaube daran, dass zwei Menschen, die sich gegenseitig Gutes tun, dazu beitragen, dass die Freude und Lebensenergie beider sich mehr als verdoppelt. Ich glaube daran, dass wir durch liebevolles Denken, Sagen und Tun zur Entwicklung unseres Gegenübers beitragen und somit zur Evolution aller Menschen.

Ich glaube daran, dass jeder Mensch, der den Wunsch danach hat, mindestens eine außergewöhnliche Begabung besitzt. Ich beobachte die Vögel und sehe ihre atemberaubenden Manöver. Wie können sie nur so fliegen? Kein Wunder, immerhin machen sie ihr Leben lang nichts anderes. Ich glaube also, dass das, was wir alle jeden Tag machen, schon so viele Jahre, eine unserer Stärken wird, eine Gabe aus die wir womöglich unsere Aufgabe für das Gemeinwohl entwickeln können.

Ich glaube an das Gute, in allem und jedem, denn ich vergesse nicht, dass ich mir die Situationen in meinem Leben selber erschaffe und auf dem gleichen Weg bin, wie alle anderen auch. Ich bin genauso einzigartig, wie ich einer von vielen bin.

Ich glaube, dass ich das Auge bin, durch das die Schöpfung sich selbst erkennt.


4 Gedanken zu “An was glaubst du?

  1. Since you are looking for God ….and i guess you are a spiritual soul…correct me if i am wrong…I guess God for a person like you may be not like something what everybody thinks about..me neither…but .For me God is good and something beautiful…that inspires…motivates and all .yet i do believe in conventional God and i have my own interpretation for the Gods, different yet respectful than what i grew up with ..i believe..:)..

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    1. I really like your definition of God. For me, it is a little bit the same. I think that it is important for one to have their own experience with God at least. And how each and everybody discovers him is unique. From this, it comes that all our pictures of „him“ are different. But please tell me? What is a „conventional“ God? You mean monotheistic?

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