Dos and Don´ts in Nepal

Ich kann gar nicht genug sagen wie sehr ich Nepal mit all seinen Eigenheiten liebe. Deswegen habe ich auch letzte Woche mein Visum um nochmal zwei Monate verlängert. Auch wenn dieses Land so klein scheint gibt es doch unglaublich viel zu sehen und zu erleben. Sollte es nicht schon auf eurer „bucket-list“ stehen, gehört es auf jeden Fall darauf. Ob sportbegeistert oder spirituell, hier findet jeder was er sucht und zudem die vielleicht freundlichsten Menschen der Welt. Damit ihr aber auf eurer Nepalreise nicht ständig in Fettnäpfchen tretet oder das Beste verpasst habe ich euch meine Do´s and Dont´s zusammengestellt.

DO Mit dem Localbus fahren

 

localbusnepal
Einer der Localbusse auf unbefestigter Straße

 

Touristenbusse und Taxis sind komfortabler und schneller als die „Localbuses“, aber nicht nur viel teurer sondern auch langweiliger. Traut euch das selbe Transportmittel zu nehmen wie die Nepalis, wo ihr zwischen Kindern, Gepäck und manchmal sogar Tieren auf und ab geschleudert werdet und dazu laute nepalesische Musik aus den Lautsprechern dringt. Für mich sind diese Fahrten ein absolutes Highlight meiner Reise. Nicht nur weil man aus den Fenstern wunderbar die Landschaft Nepals bestaunen kann, sondern vor allem um ein bisschen mehr des „echten“ Nepals, abseits von Touristenvierteln und berühmten Tempeln, zu erleben.

DON`T Müll in die Landschaft werfen

 

Müll
Müll neben der Straße

 

Die meisten Nepalis haben aufgrund mangelnder Bildung leider kein Bewusstsein für Müll. Außerdem fehlt in vielen Teilen des Landes eine öffentliche Müllentsorgung. Deswegen sieht man immer wieder Müllberge mitten in der Natur. Leider sind daran auch oft Touristen beteiligt, die es eigentlich besser wissen sollten. Es gibt wenige öffentliche Mülleimer, packt deswegen euren Abfall wieder zurück in dem Rucksack und werft ihn im Hostel weg.

DO Touristenpfade verlassen

 

Thamel
Eine Straße in Thamel, Kathmandus Touristenviertel

 

Immer wieder treffe ich andere Reisende, die außer Kathmandu, Pokhara und dem Anapurna Circuit nicht viel von dem Land gesehen haben. Ihr verpasst so viel, wenn ihr nur in die Fußstapfen der tausend Reisenden vor euch tretet. Steigt einfach mal irgendwo aus einem Bus aus und sucht euch ein nettes Guesthouse. Nicht nur Unterkunft und Verpflegung ist in den kleineren und unbekannteren Städten günstiger, auch die Menschen sind freundlicher und kontaktfreudiger.

DON`T Zärtlichkeitsbekundungen in der Öffentlichkeit

In Nepal sind Berührungen zwischen Mann und Frau in der Öffentlichkeit Tabu. Allerdings ist es absolut normal, dass zwei Männer Händchen halten oder Arm in Arm die Straße entlang laufen. Dies gilt hier als Zeichen der Freundschaft. Ein weiteres Tabu für Frauen ist es übrigens Schultern und Knie zu zeigen, auch wenn man das in den Touristengegenden ständig sieht.

DO Zimmer anschauen vor der Reservierung

Gerade in kleineren Guesthouses außerhalb Kathmandus solltet ihr euch auf jeden Fall das Zimmer zeigen lassen, bevor ihr eincheckt. Sonnst kann es passieren, dass ihr böse überrascht werdet. Außerdem gehören westliche Toiletten und warme Duschen nicht überall zum Standard, weswegen ihr explizit danach fragen solltet. Wie fast überall in Nepal sind auch bei der Unterkunft die Preise verhandelbar. Gute Argumente für einen Preisnachlass sind, wenn ihr mehr als eine Nacht bleiben wollt oder wenn ihr plant im Guesthouse zu essen.

DON`T zu viel bezahlen

 

Shop
Ein typischer Dorfladen in dem man von Rasierern bis Zwiebeln alles bekommt

 

Ja, ihr seid ein Tourist und ja ihr habt mehr Geld als die meisten Menschen hier. Das ist aber kein Grund überall den doppelten Preis zu bezahlen. Taxifahrer und Ladeninhaber werden versuchen euch über den Tisch zu ziehen. Wenn ihr etwas kaufen wollt informiert euch vorher über den üblichen Preis und handelt dann. Selbstsicheres Auftreten und Höflichkeit helfen euch dabei. Es ist absolut legitim den Laden wieder zu verlassen um es im nächsten zu versuchen, wenn euch der Preis nicht gefällt. Leider werdet ihr euch jedoch daran gewöhnen müssen ein bisschen mehr zu bezahlen als die lokale Bevölkerung.

DO Nepali lernen

Wenn ihr euch ein bisschen Mühe gebt um die Sprache zu lernen, werdet ihr vielen Nepalesen eine Freude machen. Zumindest „Namaste“ das Hallo hier, zu dem man die Hände vor der Brust zusammenlegt, sollte jeder kennen. „Dhanyabad“ heißt Danke und „Ma Nepali bolna sakdina“ Ich spreche kein Nepali. Für mehr Phrasen gibt es Apps und kostenlose Online-Kurse.

DON`T Stressen lassen

 

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Und wenn der Bus nicht kommt setzt man sich auf die Ladefläche des nächsten Trucks

 

Ihr seid in Nepal, hier ticken die Uhren anders. Ein bis zwei Stunden Verspätung ist normal, Busfahrpläne sind oft eher Richtlinien und mit dem Unerwarteten sollte immer gerechnet werden. Plant deswegen lieber einen Tag länger ein um von A nach B zu kommen und lasst euch nicht stressen. „Ke garne“ (Was tun?) ist das Lebensmotto der Nepalesen und das könnt ihr euch ruhig auch mal zu Herzen nehmen. Wenn ihr an einer Situation nichts ändern könnt, einfach zurücklehnen und die Dinge so sein lassen wie sie eben sind.

DO Früh aufstehen um Tempel zu besuchen

 

Buddhaparkmorgen
Eine Stupa am Morgen im Buddhapark, Kathmandu

 

Da viele Hindus vor dem Tempelbesuch nichts essen, ist morgens in den religiösen Stätten Nepals am meisten los. Während ihr tagsüber oft vor verschlossenen Türen stehen werdet, liegt kurz nach Sonnenaufgang der Geruch von Räucherwerk über den Schreinen und ihr habt die Chance fremde Rituale zu beobachten. Eine Ausnahme davon bildet Pashupatinath, die Tempelanlage ist morgens bestimmt auch interessant, aber ein wundervoller Ort um den Sonnenuntergang anzuschauen. Die Puja die dort kurz danach stattfindet ist außerdem wirklich ein Erlebnis für sich.

DON`T Leitungswasser trinken

Fragt nach, wenn ihr euch nicht sicher seid ob euer Essen mit gefiltertem Wasser gekocht ist, verzichtet sicherheitshalber auf Eiswürfel und versucht beim Duschen euren Mund geschlossen zu halten. Gerade in kleineren Dörfern kann es passieren, dass es kein abgepacktes oder gefiltertes Wasser gibt. Ein Wasserfilter oder Jodtabletten im Rucksack können daher nicht schaden. So vermeidet ihr übrigens auch Plastikmüll.

DO Gutes tun

 

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Ich bei Freiwilligenarbeit mit Conscious Impact

 

Nepal ist eines der ärmsten Länder der Welt und die verheerenden Schäden, die das Erdbeben vor zwei Jahren angerichtet hat, sind noch überall zu sehen. Wenn ihr genug Zeit habt ist gebt etwas zurück und leistet Freiwilligenarbeit oder spendet an Projekte, die das Land wieder aufbauen, wie zum Beispiel Conscious Impact. Auch wenn ihr als Backpacker sicher nicht zu den reichsten Menschen gehört, habt ihr doch auf jeden Fall genug um zu teilen.

DON´T Mit einem zu straffen Zeitplan reisen

Ich bin ein großer Fan von langsamem Reisen ohne viele Pläne. Das gibt euch die Chance spontan zu sein und Dinge zu entdecken, von denen ihr vor Ort hört. Gerade bei einem so vielfältigen Land wie Nepal, solltet ihr auch mal rechts und links des Weges blicken, damit ihr nicht all zu viel verpasst.

Ich hoffe sehr, dass ihr meine Tipps für eure nächste Reise nach Nepal nützlich finden könnt. Falls ihr irgendwelche Anmerkungen habt oder ich etwas vergessen haben sollte, freue ich mich über einen Kommentar.


3 Gedanken zu “Dos and Don´ts in Nepal

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