An was glaubst du?

Nach einer längeren Zeit Pause in dieser Rubrik meines Blogs freue ich mich sie heute mit einem Beitrag von Anni wiederzubeleben. Anni schreibt auf yogagypsy.de einen inspirierenden Blog über Yoga und Reisen, den ich sehr gerne lese.

Wenn auch ihr Lust habt eure Antwort auf die Frage „An was glaubst du?“ zu veröffentlichen, schreibt mir einfach eine Mail an contact@leasearching.com. Ich freue mich auf jeden Beitrag, der zeigt dass wir uns alle im Glauben gar nicht so viel unterscheiden wie wir denken.IMG_5246

 

Antwort von Anni

Lea wollte von mir wissen an was ich glaube. Eine sehr inspirierende und kluge Frage fand ich erstmal. Und dann dachte ich – tja, das wüsste ich selber gerne. Aber eigentlich brauche ich da doch nicht 2 mal nachzudenken. Es gibt nur eine Antwort für mich. Ich glaube an Liebe.
Und ich kann schon förmlich sehen, wie der eine oder andere jetzt mit den Augen rollt. Es ist aber so. Ich möchte hier gerne erklären wieso.

Liebe zu dir selbst

Sich selbst zu lieben hört sich erstmal egoistisch oder gar arrogant an. Selbstverliebt ist ein negativ geprägtes Wort in unserer heutigen Welt. Dabei ist es tatsächlich sehr schwer sich selbst zu lieben. Irgendwie willst du es vielleicht auch nicht, da wir alle von Kind an eingeprägt bekommen, niemand sei perfekt – du schon garnicht. Es fühlt sich falsch an sich selbst zu lieben, sich selbst zu akzeptieren oder zu selbstbewusst zu sein zu sein. Ein großer Fehler! Niemand ist perfekt, jeder hat seine Macken. Das stimmt. Aber unser Unglück rührt oft daher, dass wir denken dass man diese Fehler ausbessern muss und dass man sie überhaupt Fehler oder Macken nennt ist schon so negativ und ungesund, anstatt sich öfter mal ein Lächeln zu schenken und sich so zu nehmen wie man ist. Wenn ich eines vom Meditieren gelernt habe, dann dass wir dran gewöhnt sind ständig zu bewerten. Beim Meditieren sind Gedanken sehr wohl erlaubt, aber nur wenn du es schaffst sie nicht zu bewerten. Hast du das gemeistert, kann es im Alltag außerhalb des Schneidersitzes weitergehen. Bewerte deine Aktionen nicht zu sehr, hänge der Vergangenheit nicht zu sehr nach. Wenn etwas blöd gelaufen ist, schließe Frieden damit, lächle dich selber an und mach es nächstes mal besser. Haken dahinter und weiter geht’s!

Sri_Lanka_Ella_Berge

Ein Mensch der sich selbst liebt und sich seine Fehler vergibt strahlt von innen. Ich wette du kennst auch einen dieser Menschen. Yoga kann dich wie nichts anderes lehren dich so zu akzeptieren, wie du bist. Im Yoga sagt man, dass der menschliche Körper aus 5 Hüllen besteht. So arbeitet man zuerst mit der äußeren körperlichen Hülle (das ist das Yoga auf der Matte, was wohl jeder kennt). Steigt man jedoch weiter in die Materie ein, gelangt man zu den inneren Hüllen, wie dem Geist und der Seele, die man ebenso wie den Körper zB mittels Meditation trainieren kann. Eigentlich ist es ganz einfach – du musst nur den Blickwinkel auf die Dinge ändern. Tiefen genauso wie Höhen als Teil deines Lebens annehmen und Geduld mit dir haben.


„In dem Moment, in dem du dich selbst akzeptierst, wirst du schön“ (Osho).

Liebe gegenüber anderen

Nur jemand der sich selbst liebt, kann auch bedingungslos Liebe geben. Wir sind in unserer modernen hektischen Welt so dran gewöhnt zuerst an uns zu denken. Dabei ist bedingungslose Liebe als Ideal ist der höchste Wert und das beste Selbst, dass du sein kannst. Nun gut zugegeben – das ist nicht so einfach zu erreichen. Du wirst dich vielleicht den Rest deines Lebens ärgern, wenn dich jemand beim Bäcker anrempelt oder dir in der Bahn auf den Fuß tritt. Trotzdem lohnt es sich dieses Ideal zumindest anzustreben. Bedingungslose Liebe bedeutet zu lieben, ohne im Gegenzug etwas zu erwarten. Du gibst des Gebens willens und liebst der Liebe willen. Die Rechnung geht auf: wenn du nichts erwartest,kannst du auch nicht enttäuscht werden. Liebe bedeutet nichts und niemanden zu verletzen, keine Tiere, keine Menschen – weder körperlich noch seelisch. Wären wir alle mehr fähig zu lieben würde es keinen Krieg, keine Sklaverei und keine Massentierhaltung mehr geben.Liebe zu der eigenen Mutter ist das Erste, was man auf der Welt fühlt und bestenfalls das Letzte, bevor man sie wieder verlässt.

Daran glaube ich, Lea.

Über mich

Lea hat mich gebeten etwas über mich selbst zu erzählen. Das fällt mir immer etwas schwer. Also fange ich einfach mit den Fakten an. So ist es wohl am einfachsten.
Ich heiße Anni – komme aus und wohne im regnerischen Hamburg. Ich arbeite zur Zeit in der Werbung als Art Direktorin, aber Yoga nimmt einen immer größeren Teil meines Lebens ein. Anni_Thiemann_Yogagypsy

Bevor ich vor einigen Jahren angefangen habe mich intensiv mit den alten Lehren des Yoga zu beschäftigen, war mir eigentlich kaum bewusst, dass meine Gedanken immer überall sind, aber eben nie in der Gegenwart. Ich war kaum präsent. Daher kann ich sagen, dass Yoga mich als mein stetiger Begleiter zusehends positiv verändert und dieses Wissen versuche ich nun wo es geht weiterzugeben!

Neben Yoga gibt es noch eine zweite große Liebe in meinem Leben: Reisen! Backpacken, Gypsyleben, Nomadentum, la dolce vita erleben. Mit fremden Menschen sprechen, Länder erkunden und vor allem in der Natur sein. Ich habe ständig Fernweh und bin so oft es geht unterwegs – Yoga ist immer dabei!

Aus diesen beiden großen Lieben in meinem Leben ist mein Blog http://www.yogagypsy.de entstanden, auf dem ich natürlich über Yoga und Reisen blogge. Aber eben auch über alltägliche Dinge, Achtsamkeit, starke Frauen und Spiritualität.

 

 

 


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